Logo Innsbruck informiert
Bei der Besichtigung der neuen Rampe am Baggersee (v.l.): Markus Pinter (Grünanlagen), Martin Exenberger (techn. Behindertenbeauftragter), Stadträtin Uschi Schwarzl und Florian Wolf (Tiefbau-Planung).
Bei der Besichtigung der neuen Rampe am Baggersee (v.l.): Markus Pinter (Grünanlagen), Martin Exenberger (techn. Behindertenbeauftragter), Stadträtin Uschi Schwarzl und Florian Wolf (Tiefbau-Planung).

Barrierefrei und behindertengerecht zum Baggersee

Neue Rampe erleichtert Zugang zum Eingang der beliebten Freizeitanlage

Der Baggersee in Innsbruck ist eine stark frequentierte und öffentliche Freizeitanlage. Bisher war der Zugang zum Baggersee für Menschen mit Behinderung, die etwa im Rollstuhl sitzen oder für Familien mit einem Kinderwagen, nur schwer zugänglich. Lediglich über eine schmale Aussparung in der vorhandenen Hecke konnte die Verbindung zwischen der rechten Innpromenade und dem Eingang zum Baggersee passiert werden. Eine neue Rampe wird zukünftig den Zugang zum Badesee in der Rossau erleichtern. Dies entstand in Kooperation der Ämter Grünanlagen und Tiefbau.

"Wir werden in den nächsten Jahren Vorrang für Fußgängerinnen und Fußgänger, für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen groß schreiben. Ein Mosaikstein ist, dass wir eine der beliebtesten Freizeitanlagen der Stadt barrierefreier zugänglich machen, als das bisher der Fall war“, erklärt die ressortzuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl. „In guter Zusammenarbeit konnte mit einem ämterübergreifenden Projekt die Zugänglichkeit verbessert und somit ein Mehrwert für die Nutzerinnen und Nutzer der beliebten Freizeitanlagen geschaffen werden“, sagt DI (FH) Mag. (FH) Markus Pinter vom Amt für Grünanlagen.

Unterstützende Funktion für alle BesucherInnen
Der entlang des Archenwegs verlaufende Leistenstein schuf vor der Errichtung der Rampe einen Höhensprung von zehn Zentimetern, welcher von körperlich beeinträchtigten Personen nur mit großer Mühe oder gar nicht überwunden werden konnte. Zur „Entschärfung“ dieser Situation wurde schließlich eine bündig an die Promenade und Straße anschließende Rampe gegenüber dem östlichen Baggersee-Eingang geschaffen. Diese Rampe überwindet den bestehenden Höhenunterschied zwischen der Innpromenade und dem Archenweg mit einer für beeinträchtigte Menschen zumutbaren Steigung.

In Zukunft kommen die InnsbruckerInnen barrierefrei und behindertengerecht in die Anlage im Osten der Stadt, ohne dabei auf der Straße gehen oder fahren zu müssen. Eingefasst von einer schmalen Betonmauer wurden beidseitig Handläufe montiert. Sie dienen als Absturzsicherung und leisten gleichzeitig eine unterstützende Funktion für RollstuhlfahrerInnen und ältere Personen.„Wir ersuchen die Radfahrerinnen und Radfahrer die beeinträchtigten Menschen in Innsbruck zu respektieren und deshalb ihre Fahrräder nicht an den Handläufen der Rampe abzusperren“, betont DI Florian Wolf vom Referat Tiefbau-Planung.

Orientierung für Sehbehinderte und Blinde
Für blinde Menschen wurde zusätzlich ein taktiles Leitsystem aus Rillen und Noppen in den Asphaltbelag eingefräst, welches vom Promenadenweg über die neue Rampe zum Archenweg führt und sich seeseitig bis zum Eingang fortsetzt. Für Sehbehinderte wurden die beiden äußeren Rillen mit weißen Farbstreifen ausgeführt, wodurch ein ausreichender Kontrast gegeben ist. „Eine barrierefreie Umwelt ist für 30 Prozent der Bevölkerung erforderlich und für 100 Prozent komfortabel“, betont Ing. Martin Exenberger, technischer Behindertenbeauftragter der Stadt Innsbruck. Abschließend wurden an allen Ecken sogenannte Leitbaken montiert, um das Bauwerk für Auto- und RadfahrerInnen hervorzuheben. MF