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Im 3. Stock des Rathauses sind Plakate aus der Sammlung des Stadtarchivs/Stadtmuseums zu sehen.
Im 3. Stock des Rathauses sind Plakate aus der Sammlung des Stadtarchivs/Stadtmuseums zu sehen.

Kunst und Kultur, so weit das Auge reicht

Die Stadt Innsbruck sorgt mit ihrem breiten Kulturangebot für Unterhaltung, Freizeitvergnügen, aber auch für Bildung und Wissensvermittlung. Kunstschaffenden bietet sie Unterstützung bei ihren Tätigkeiten.

Ob Ausstellungen, Konzerte, Kunstvermittlung, Führungen, Workshops und Diskussionen: Der Tätigkeitsbereich des städtischen Kulturamtes umfasst neben der eigentlichen Verwaltung, die die Vergabe von Preisen und Stipendien, stadteigenen Kulturveranstaltungen und von -förderungen koordiniert, auch das Stadtarchiv/Stadtmuseum, Museum Goldenes Dachl, die Musikschule, Stadtbibliothek und Galerie „Plattform 6020“.

Städtische Galerie

Im Erdgeschoß der Stadtbibliothek in der Amraser Straße 2 lädt die „Galerie Plattform 6020“ zum Besuch. „In diesem Haus ist es uns wirklich gelungen, Kultur und Kunst, Lernen und Bilden unter einem Dach zu vereinen und für alle leicht zugänglich zu machen“, ist Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl vom Konzept der im November 2018 eröffneten Bibliothek begeistert: „Für viele angehende Kunstschaffende und junge Talente ist unsere Galerie das Sprungbrett ihrer Karriere und eine Plattform für ihre ersten Schritte am künstlerischen Parkett.“ Mehr als 300 Tiroler KünstlerInnen haben bisher dort bzw. von 1991 bis 2017 in der ehemaligen Galerie im Andechshof ausgestellt und ihr Werkportfolio erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

„Kunst in all ihrer Vielfalt belebt die Stadt, Kultur ist unser aller Lebenselixier. Das städtische Kulturamt sorgt für ein großes Angebot an Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen – teilweise auch kostenlos.“

Amtsführende Stadträtin Uschi Schwarzl

Amtsführende Stadträtin Uschi Schwarzl
Die "Plattform 6020" zeigt in ihren Ausstellungen Werke von jungen künstlerischen Talenten.
Die "Plattform 6020" zeigt in ihren Ausstellungen Werke von jungen künstlerischen Talenten.

Neben dem Aufzeigen junger Positionen in der bildenden Kunst wird aber auch der künstlerische Werdegang der KünstlerInnen nachgezeichnet: „Wir begleiten die Kunstschaffenden auf ihrem Weg und geben ihnen die Gelegenheit, sich einige Jahre später neuerlich mit ihrem Werk zu präsentieren,“ erklärt Galerieleiterin Mag.a Natalie Pedevilla. Aktuelle Ausstellungen sind bis 10. August von Doris Grössl-Alpenheim und ab 22. August von Benjamin Zanon zu sehen. Neu ist seit heuer das Rahmenprogramm „Kunst am Mittwoch“: In den Veranstaltungen werden Aspekte der Ausstellungen vertieft, BesucherInnen angeregt selbst kreativ zu werden und die Gelegenheit geboten, mit den KünstlerInnen ins Gespräch zu kommen. Auch für Kinder gibt es mit den Kreativworkshops „Atelier 6020 kids“ und „Atelier 6020 minis“ spannende Programmpunkte.

Plakatkunst im Rathaus

Rund 200 ausgewählte Sujets aus der Plakatsammlung des Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck sind im 3. Stock des Rathauses (Maria-Theresien-Straße 18) zu sehen. Die gesamte Sammlung besteht aus 9.100 in einer Datenbank erfassten Exemplaren und reicht von 1842 bis in die jüngste Gegenwart. „Plakatkunst gilt als die ‚Kunst der Straße‘. Es ist erstaunlich, welche Fülle an künstlerischem Potenzial dort dokumentiert wird“, betont Schwarzl. Zu sehen sind unter anderem Werke von Arthur Zelger, Helmut Benko, Oswald Haller, Maria Rehm und Gustav E. Sonnewend. Die Exponate wurden thematisch nach Kultur- und Sozialgeschichte, Künste, Politik, Sport, Veranstaltungen, Verkehr und Wirtschaft eingeteilt. Die Datenbank und weitere Informationen sind unter www.stadtarchiv-innsbruck.findbuch.net online zu finden.

Geschichte findet Stadt

Die MitarbeiterInnen des Stadtarchivs/Stadtmuseums beschäftigen sich nicht nur in den eigenen vier Wänden mit der Geschichte, sondern begeben sich nach dem Motto „Geschichte findet Stadt. Immer und überall“ auf die Spuren des historischen Innsbrucks und den Bewohnerinnen. Bei neun Spaziergängen quer durch die Landeshauptstadt wird das Stadtarchiv „mobil“ und besucht mit Interessierten historisch bedeutsame Orte, wie Friedhöfe, Almen, Schulen, den Flughafen oder begibt sich am 29. September auf die Spuren der „wichtigsten Nebensache der Welt“, des Fußballsports. Diese Spaziergänge werden auch 2020 weitergeführt. Mehr dazu unter der Telefonnummer +43 512 5360 1400.

Paul-Hofhaimer-Preis 2019

Die Musikschule organisiert heuer den internationalen Orgelwettbewerb zum Paul-Hofhaimer-Preis, der passend auf das heurige Maximilianjahr fällt. „Junge Organistinnen und Organisten geben auf dem Innsbrucker Orgelschatz ihr Können zum Besten“, gibt Stadträtin Schwarzl einen Ausblick. Gestiftet wurde der Wettbewerb 1969 anlässlich des 450. Todestages von Kaiser Maximilian I. Der Namensgeber Paul Hofhaimer wirkte als sein Hoforganist. (AS)

Die Ebertorgel in der Hofkirche ist die größte Renaissanceorgel Österreichs (1558). Auf ihr wird Anfang September der Finalwettbewerb um den Paul-Hofhaimer-Preis 2019 ausgetragen.
Die Ebertorgel in der Hofkirche ist die größte Renaissanceorgel Österreichs (1558). Auf ihr wird Anfang September der Finalwettbewerb um den Paul-Hofhaimer-Preis 2019 ausgetragen.