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Der Lageplan veranschaulicht, wie das Projekt nach der Umsetzung genutzt werden kann. Die Pradlwiese (1) bietet Erholung, im Parkour (2) , am Spielplatz (3) und auf dem Rodelhügel (4) stehen Bewegung im Mittelpunkt.
Der Lageplan veranschaulicht, wie das Projekt nach der Umsetzung genutzt werden kann. Die Pradlwiese (1) bietet Erholung, im Parkour (2) , am Spielplatz (3) und auf dem Rodelhügel (4) stehen Bewegung im Mittelpunkt.

In Pradl entsteht eine neue Oase

Die Stadt Innsbruck schafft in unmittelbarer Nähe zum Wohnheim Pradl zwischen der Egerdach- und der Andechsstraße eine neue Wegverbindung. Auf 8.000 Quadratmetern entsteht eine Spielund Freizeitfläche.

Am letzten Mittwoch im Mai fiel der Startschuss für die Neugestaltung des Parks in Pradl: Auf 8.000 Quadratmetern schafft das Grünanlagenreferat „Planung und Bau“ eine neue Park-, Spiel- und Sportlandschaft auf der sogenannten „Pradlwiese“. Angrenzend entsteht dort derzeit ein Wohnprojekt. „Mit dem Projekt entstehen nicht nur unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, sondern es bildet sich auch eine neue Wegachse, die die Egerdach- mit der Andechsstraße verbindet“, betonte die zuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl. 

Spielgeräte für RollstuhlfahrerInnen

Bei der Umsetzung wird auf Generationen und unterschiedliche Gruppen von Nutzerinnen Rücksicht genommen, weiß Referatsleiter DI (FH) Markus Pinter: „Die Parkanlage wird in zwei Funktionsbereiche gegliedert. Zum einen lädt eine große Rasenfläche mit diversen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein, andererseits bieten zahlreiche Sport- und Fitnessgeräte für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen Spaß und Bewegung.“ Die Planung wurde nach Rücksprache mit dem technischen Behindertenbeauftragten der Stadt Innsbruck, Ing. Martin Exenberger, adaptiert. „Es wurde auf die Notwendigkeit von taktilen Informationen für blinde Menschen, auf Kontraste für sehbehinderte Menschen, gut begehbare bzw. befahrbare Erschließungswege für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer sowie Personen mit Rollator und einer Behindertentoilette hingewiesen“, schilderte Exenberger. Zudem wird ein rollstuhlgerechtes „Integrationskarussell“ aufgestellt.

„Bewegung und Erholung für alle Generationen – der Park in Pradl vereint alle Nutzerinnen und Nutzer und bietet ein umfangreiches Angebot. Mit den Spiel-, Freizeit- und Erholungsflächen ist für jede und jeden etwas dabei.“

Amtsführende Stadträtin Uschi Schwarzl

Amtsführende Stadträtin Uschi Schwarzl

Generationenbeteiligung

Neben dem Behindertenbeauftragten wirkten noch weitere NutzerInnen an der Gestaltung des neuen Pradler Parks mit. SchülerInnen der Volksschule Pradl-Ost und der Neuen Mittelschule Pembauerstraße brachten ihre Ideen und Vorschläge ein. In der Landeshauptstadt ist die Stimme der Kinder immer gefragt, wenn es um die Gestaltung neuer Spielplätze geht. Seit vielen Jahren setzt das Amt für Grünanlagen auf diese Kooperation. Im vorliegenden Projekt wird es eine Wasserspiellandschaft, eine Rutsche und Klettermöglichkeiten sowie einen großen Sandspielbereich geben. Ein Rodelhügel sowie eine Kletterskulptur ergänzen das Angebot für Familien. In Pradl bekam noch eine dritte Gruppe die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung mitzuwirken: Seniorinnen aus dem Wohnheim Pradl. Die ältere Generation weiß selbst am besten, welche Ansprüche sie an eine Freizeitanlage hat. Insbesondere die Begehbarkeit mit einem Rollator war beispielsweise ein großes Thema. Mit dem Bodenbelag und einer seniorengerechten Möblierung wurde darauf eingegangen. Der beschattete Ruhe- und Erholungsbereich bietet einen Ausblick auf den gesamten Park und wurde auf die Bedürfnisse von Seniorinnen ausgerichtet.

Bewegung und Fitness

Der entstehende Grünzug bietet Erholung und Spaß beim Spielen und außerdem die Gelegenheit, sich sportlich auszutoben. Ein Teil der Anlage wird zu einem Bewegungs- und Motorikpark, in dem ein Fitnessparcours ein umfangreiches Gleichgewichts-, Sprung- und Krafttraining ermöglicht. Das „Rückgrat“ des Grünzugs bildet schlussendlich eine gesäumte Allee, die zur Rad- und Laufstrecke ausgebaut wird. Das neue Angebot ergänzt damit die bereits bestehenden Sportmöglichkeiten: In der Egerdachstraße hat der Eisstockverein seine Bahnen und auch die Freizeitanlage Andechsstraße mit Volley-, Basket- und Fußballplätzen gibt es in unmittelbarer Nähe.

Fünf Monate Bauzeit

Den zweistufigen Wettbewerb gewann das Landschaftsarchitekturbüro „Kieran Fraser Landscape Design“. Die Fertigstellung der neuen Spiel- und Freizeitanlage ist voraussichtlich im kommenden Oktober. Danach werden im Sinne des Projekts „Essbare Stadt“ verschiedene Beerensträucher und andere Pflanzen gesetzt. Die Gesamtkosten liegen bei rund einer Million Euro. SAKU