Logo Innsbruck informiert
Bei der Besichtigung des Kreuzes an der Innbrücke: Birgit Neu (Kultur-Abteilungsleiterin), Rudi Wach und Bürgermeister Georg Willi (v. l.).
Bei der Besichtigung des Kreuzes an der Innbrücke: Birgit Neu (Kultur-Abteilungsleiterin), Rudi Wach und Bürgermeister Georg Willi (v. l.).

Restaurierung des Rudi Wach-Kreuzes

Bronze-Plastik bekommt neuen Glanz

Das Kreuz des bekannten Tiroler Bildhauers und Zeichners Rudi Wach prägt seit über elf Jahren das Stadtbild an der Innsbrucker Innbrücke. In den kommenden Tagen wird die Christus-Bronze abgenommen und restauriert.

„Das Wach-Kreuz wird zunächst renoviert. Rechtzeitig vor der Rad WM (22. bis 30. September) wird die Statue wieder aufgestellt und nicht nur einem millionenfachen Publikum vor den TV-Geräten, sondern auch für alle Innsbruckerinnen und Innsbruckern sowie den Gästen aus der ganzen Welt wieder in neuem Glanz erstrahlen“, erklärt Bürgermeister Georg Willi.

21 Jahre später als geplant
Bereits im Jahr 1986 sollte das Kruzifix an seinem jetzigen Standort auf der Innbrücke aufgestellt werden. Damals haben Proteste der Bevölkerung die Aufstellung im öffentlichen Raum verhindert. Die Nacktheit des Gekreuzigten und das Fehlen des Lendenschurzes hatte für viel Unmut gesorgt. Das Kreuz wurde schließlich statt auf der Innbrücke im Arkadenhof des Innsbrucker Volkskunstmuseums platziert. 21 Jahre später als geplant, holte die Alt-Bürgermeisterin Hilde Zach 2007 die umstrittene Statue von Rudi Wach aus der Versenkung und ließ sie auf ihrem ursprünglich vorgesehenen Platz aufstellen.

Zum Künstler
Rudi Wach, 1934 in Hall geboren, schloss 1953 die Kunstgewerbeschule Innsbruck bei Prof. Pontiller ab. Ab 1956 besuchte er die Academia Brera di Milano bei Mario Marini. 1958 wechselte er an die Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Fritz Wotruba. Wach erhielt 1962 den Theodor-Körner-Preis der Stadt Wien, wurde 1970 mit dem Preis des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht und Kunst ausgezeichnet und ist Inhaber des Pilgrampreises (1989) für die „Weiße Kapelle“. Er lebt in Mailand, Pietrasanta und Innsbruck. MF