Logo Innsbruck informiert
Gaben einen Einblick in die gemeinsame Koordination der städtischen Baustellen: 
IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller, Amtsvorstand Walter Zimmeter (Tiefbau), Stadträtin Uschi Schwarzl, IVB-Geschäftsführer Martin Baltes, TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger (v. l.; 1. Reihe)
Baustellenkoordinator Herbert Köfler, Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung IKB; v. l.; 2. Reihe)
Gaben einen Einblick in die gemeinsame Koordination der städtischen Baustellen: IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller, Amtsvorstand Walter Zimmeter (Tiefbau), Stadträtin Uschi Schwarzl, IVB-Geschäftsführer Martin Baltes, TIGAS-Geschäftsführer Georg Tollinger (v. l.; 1. Reihe) Baustellenkoordinator Herbert Köfler, Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung IKB; v. l.; 2. Reihe)

Vielseitige Bauarbeiten, gebündelte Verantwortung

Gemeinsame Baustellenkoordination von Stadt Innsbruck, IKB, IVB und TIGAS

Die Erwartungshaltung an die öffentliche Infrastruktur ist hoch, ist sie doch unter anderem für die Versorgungs- und Ausfallsicherheit sowie die Aufrechterhaltung des (Öffentlichen) Verkehrs unerlässlich. Um den Erwartungen und auch dem städtischen Wachstum gerecht zu werden, muss kontinuierlich investiert werden. Erneuerungen und Optimierungen, also Bauarbeiten, müssen durchgeführt werden. Sie stellen die Basis für das Funktionieren der Stadt dar. 

Die Koordination, Planung und Verantwortung der Baustellen im Stadtgebiet bündelt sich in der Kooperation von Stadt Innsbruck, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), Innsbrucker Verkehrsbetriebe GmbH (IVB) und TIGAS – Erdgas Tirol GmbH (TIGAS). Alle gemeinsam haben die städtische Entwicklung des Straßenraums großräumig im Blick und sorgen dafür, dass Baustellen und Verkehrsplanung abgestimmt ablaufen und sich Umwege und Unannehmlichkeiten für BürgerInnen und Betriebe auf ein Minimum beschränken.

Ein Prozent Leitungserneuerungen mit Auswirkungen

Um in der Tiroler Landeshauptstadt auch zukünftig einen hohen Qualitätsstandard sicherstellen zu können, muss pro Jahr mindestens ein Prozent aller Leitungslängen erneuert werden. „Das klingt wenig, aber bei all den Kabeln, Leitungen und Versorgungsverbindungen, die sich unter den Straßen befinden, kommt einiges zusammen“, weiß Ing. Mag. Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung IKB) mit Blick auf die Zahlen. Denn in Innsbruck gibt es rund 1.900 Kilometer Stromkabel, etwa 465 Kilometer Wasserleitungen (inklusive Hausanschlüsse) sowie 260 Kilometer Kanäle (ohne Hausanschlüsse) und 360 Kilometer Gasleitungen (inklusive Hausanschlüsse). Hinzu kommen unter anderem Versorgungsleitungen von UPC, A1 sowie dem Fernwärmenetzausbau und die Straßenentwässerungseinrichtungen. Neue Leitungen haben eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten, wodurch Innsbruck fit für die Zukunft wird.

Dass sich die Anstrengungen der Betriebe und ausführenden Firmen lohnen, zeigt die Statistik. In den vergangenen drei Jahren betrug die Ausfalldauer von Strom in Innsbruck im Durchschnitt acht Minuten, die Anzahl der Rohrgebrechen war ebenfalls gering. Der Rohrnetzverlust von Wasser beläuft sich in der Alpenstadt auf unter sechs Prozent. Im Vergleich dazu liegt der österreichweite Durchschnittswert bei rund zehn Prozent.

Stimmen zur Zusammenarbeit und Koordination

„Je früher man von Änderungen, die das tägliche Leben betreffen, weiß, desto besser kann man sich darauf einstellen und vorbereiten. Frühzeitige Information auf vielen Ebenen ist uns daher ein Anliegen“, betont die ressortzuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl: „Mein Dank gilt daher nicht nur jenen, die größte Mühen in Organisation, Planung und Umsetzung der Baustellen stecken, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern und den Wirtschaftsbetrieben, die mit den kleineren und größeren Herausforderungen umgehen müssen.“

IKB-Vorstandsvorsitzender DI Helmuth Müller betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Arbeiten: „Die IKB stellt sicher, dass die Innsbruckerinnen und Innsbrucker rund um die Uhr verlässlich mit Wasser und Strom versorgt werden und dass die Kanalisation funktioniert. An dieser hohen Versorgungssicherheit – auch für die Zukunft – muss laufend gearbeitet werden. Die Bautätigkeiten bringen leider manchmal Nachteile für Anrainerinnen und Anrainer, Passantinnen und Passanten und den Verkehr. Das Gute ist aber: Nach der Baustelle ist die Standortqualität höher – nicht zuletzt durch den sukzessiven Ausbau des IKB-Glasfaserinternets – und auch das Straßenbild ist danach schöner“.

„Damit ein reibungsloser öffentlicher Verkehr sichergestellt werden kann, muss auch die Gleisanlage regelmäßig gewartet werden“, betont IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes und verweist auf die hohe Belastung der Gleise im Zentrum: „Besonders in Kreuzungsbereichen, bei denen mehrere Linien zusammenkommen, wird der Knotenpunkt massiv beansprucht und muss daher regelmäßig instandgehalten werden.“

„Im Interesse unserer Kundinnen und Kunden und um eine hohe Versorgungs- und Betriebssicherheit gewährleisten zu können, bauen und erneuern wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern im Stadtgebiet von Innsbruck Versorgungsleitungen und Infrastrukturanlagen. Eine koordinierte und vorausschauende Projektplanung mit allen anderen Leitungs- und Straßenbauträgern ermöglicht es uns, die Belastungen im Zuge der Umsetzung der Baumaßnahmen für alle betroffenen Anrainerinnen und Anrainer möglichst gering zu halten“, führt der technische Geschäftsführer der TIGAS-Erdgas Tirol GmbH, DI (FH) Georg Tollinger aus.

Ausblick auf das Baustellenprogramm 2019

Im heurigen Jahr stehen ca. 60 größere Baustellen an. Ein Überblick über einige wesentliche verdeutlicht die Notwendigkeit der vorausschauenden Koordination aller Ausführenden.

Innpromenade: neue Stromleitungen

Seit Anfang Februar werden die Stromleitungen an der Innpromenade zwischen Tiflisbrücke und Grenobler Brücke erneuert. Diese Bauarbeiten dauern bis Ende Mai 2019 und erfordern eine Sperre des Rad- und Gehweges. Aufgrund der Bauarbeiten am Rad- und Fußweg hat die IKB in Zusammenarbeit mit der städtischen FußgängerInnen- und Radverkehrskoordination die Umleitungsstrecke für RadfahrerIinnen besonders gekennzeichnet und kommuniziert. 

Innrain: Leitungserneuerungen

Am Innrain zwischen Rechengasse und Schöpfstraße werden seit 11. Februar bis Juli 2019 Kanal-, Wasser- und Stromleitungen erneuert. Gleichzeitig werden Glasfaserleitungen für das Glasfaser-Internet der IKB mitverlegt. Stadteinwärts wird der Verkehr in unterschiedlichen Bauphasen entweder über die Schöpfstraße oder über den Innrain geführt.

  

Kaiserjägerstraße: neue Versorgungsleitungen

Die Arbeiten in der Kaiserjägerstraße werden seit 18. Februar wieder fortgesetzt. Dort werden neue Wasser-, Strom- und Kanalleitungen verlegt. Die Bautätigkeit dauert bis Ende des Jahres. Die Kaiserjägerstraße ist stadteinwärts eine Einbahn, die Seitenstraßen werden jeweils für acht bis zwölf Wochen zur Sackgasse. FußgängerInnen können Ersatzgehwege nutzen, RadfahrerInnen mit dem Verkehr mitfahren. Neben einem Inserat wurden die AnrainerInnen speziell mittels Postwurfsendung informiert.

Fritz-Konzert-Brücke: Generalsanierung

Seit 18. Februar wird die Fritz-Konzert-Brücke, die im Stadtteil Wilten über die Westbahnstrecke führt, generalsaniert. In zwei Bauphasen, die planmäßig Ende November abgeschlossen werden, wird das bestehende Tragwerk jeweils halbseitig abgebrochen und durch ein neues ersetzt. In Abstimmung mit ÖBB und IVB hat die Stadt einen exakten Terminplan für die erforderlichen Sperrtermine ausgearbeitet. Im Zuge dessen sind mehrere Nachtarbeiten erforderlich. Durch die Baumaßnahmen kommt es neben den Verkehrseinschränkungen auch zu Lärmbeeinträchtigungen. Details zur Baustelle, den Nachtarbeiten, der Verkehrsführung und den Totalsperren unter: www.ibkinfo.at/Sanierung-Fritz-Konzert-Bruecke

Keine Einschränkungen ergeben sich für den Öffentlichen Verkehr. Für den Individualverkehr bleibt auf der Brücke der Fahrstreifen Richtung Norden befahrbar. Der Verkehr Richtung Süden wird über die Leopoldstraße umgeleitet. Die Unterführungen Oerleyweg und Prämonstratenserweg sind während der Arbeiten aus Sicherheitsgründen für den gesamten Verkehr gesperrt und damit auch für RadfahrerInnen und FußgängerInnen nicht passierbar.

Egger-Lienz-Straße: Leitungstausch

Am Südring werden in der Egger-Lienz-Straße – im Bereich zwischen Neuhauserstraße und Innerkoflerstraße – ab Mitte März umfangreiche Wasserleitungserneuerungen durchgeführt. Unter anderem wird die wichtigste Wasserleitung der Innsbrucker Trinkwasserversorgung, eine rund 60 Jahre alte Ringrohrleitung, erneuert. Um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten, erfolgt ihre Erneuerung mit einem grabenarmen Verfahren. Neben Wasserleitungen werden auch Stromleitungen verlegt und der Hauptkanal saniert, die TIGAS tauscht Gasleitungen aus. Jeweils eine Fahrspur in beide Richtungen bleibt in diesem Abschnitt des Südrings offen. Geplanter Abschluss der Arbeiten ist Ende November 2019.

Südtiroler Platz: Sanierung und Leitungsarbeiten

Am Südtiroler Platz wie auch an den Kreuzungen mit der Brixner und Salurner Straße ist die technische Lebensdauer für die Asphaltfahrbahn erreicht. An der obligaten Sanierung sind zahlreiche Leitungsbetriebe beteiligt: Die IVB erneuern die beiden Gleisbögen im Bereich „Uhrturm“. IKB und TIGAS verlegen Leitungen für Strom, Wasser, Kanal sowie Gas und Hausanschlüsse. Die Stadt Innsbruck führt großflächige Asphaltierungsarbeiten durch und auch der Straßenoberbau wird auf eine Tiefe von ca. 80 cm erneuert. Die Oberfläche des Südtiroler Platzes wird mit einem schwarzen Standardasphalt versehen.

Die Vorarbeiten beginnen am 1. April, denn zwei Wochen Vorlaufzeit werden benötigt, um die Baustelle und die damit einhergehende, geänderte Verkehrsführung einzurichten und zu beschildern. Der eigentliche Baustart erfolgt am 15. April. Abgeschlossen sein soll die Sanierung, die in drei Bauphasen unterteilt ist, bis Mitte November.

Ab Einrichtung der Baustellen finden jeden Dienstag von 13.30 bis 14.30 Uhr Baustellengespräche beim dortigen Baucontainer statt. Die Zufahrten zu den angrenzenden Wohnbauten und Betrieben für AnwohnerInnen und Blaulichtorganisationen wird jederzeit gewährleistet, notwendige, kurzzeitige Sperren werden auf ein Minimum beschränkt.

Bürgerstraße/Anichstraße: Gleissanierung

Auf einer Länge von mehr als einem Kilometer werden ab 3. Juni die bestehenden Gleisanlagen im Bereich Bürgerstraße/Anichstraße vollständig abgetragen und saniert. Im Zuge dessen führen IKB und TIGAS Leitungserneuerungen durch. Die Totalsanierung ist aufgrund von Schienenbrüchen dringend notwendig. Um eine Totalsperre zu verhindern, werden die Arbeiten in vier aufeinander folgenden Abschnitten mit unterschiedlichen Verkehrsführungen realisiert. Diese werden rechtzeitig und detailliert veröffentlicht.

Aufgrund des neuralgischen Knotenpunktes werden die Bautätigkeiten so schnell wie möglich durchgeführt. Nach einer Bauzeit von nur 13 Wochen soll die Fertigstellung planmäßig am 31. August erfolgen. Gehsteige sind von den Sanierungsmaßnahmen nicht betroffen und weiterhin nutzbar.

Schützenstraße: Vorarbeiten für die Gleisanbindung Rum

Der Plan für den Ausbau des Schienennetzes Richtung Rum steht: Zukünftig wird die Trasse der Linie „5“ in Verlängerung der Schützenstraße ab dem Kugelfangweg über die gesamte Länge der Serlesstraße bis zur ÖBB-Haltestelle an der Haller Straße führen. Der Ausbau der Tram wird genutzt, um die betroffenen Straßen samt Leitungsinfrastruktur zu sanieren. Ab Anfang April werden auf der Strecke ab der Col-di-Lana-Straße bis zu Haller Straße neue Leitungen für Kanal, Wasser, Strom und Internet verlegt. Mitte 2020 startet dann der Gleisausbau.

Errichtung von Fuß- und Radwegen

„Besonderes Augenmerk werden die beiden neuen Fuß- und RadwegkoordinatorInnen der Stadt Innsbruck, Teresa Kallsperger und Christian Schoder, in Zukunft auf die FußgängerInnen- und RadfahrerInnentauglichkeit von Baustellen legen. Sie werden daher bereits bei den ersten Planungsschritten eingebunden, was Umleitungen und die Durchlässigkeit von Baustellen für die zu Fuß gehenden und mit dem Rad fahrenden Innsbruckerinnen und Innsbrucker betrifft“, weiß Stadträtin Schwarzl zu berichten.

Der im Westen gelegene Klosteranger und Mentlberg verfügen derzeit über keine attraktive Wegeverbindung zur Innenstadt. Deswegen wird dort eine sichere Fuß- und Radwegverbindung errichtet. Diese wird ab Ende September bzw. Anfang Oktober in zwei Bauabschnitten realisiert.

Neben diesem bereits beschlossenen Radwegabschnitt sind drei weitere Projekte in Planung, die noch 2019 realisiert werden sollen: Umweltstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl nennt dazu einen Lückenschluss des Radwegs zwischen Wiesengasse und Bretterkeller (Tummelplatzweg) beginnend beim Tivolistadion vorbei am Kreisverkehr bei der Autobahnanschlussstelle Innsbruck-Mitte bis zur Zufahrt Bretterkeller. Die Planungs- und Bauarbeiten finden gemeinsam mit dem Land Tirol und der ASFINAG statt. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Mühlauer Brücke wird ebenfalls mit dem Land Tirol an einer Verbreiterung und Neuregelung des Rad- und Fußverkehrs gearbeitet, sowie am Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Igls und Patsch.

Umfangreiche Informationsschiene

Informationen und Details zu bevorstehenden oder laufenden Bautätigkeiten in der Stadt erreichen BürgerInnen, AnrainerInnen, Betriebe und VerkehrsteilnehmerInnen auf vielen unterschiedlichen Wegen. Gemeinsam mit den Leitungsbetrieben setzt die Stadt Innsbruck auf ein umfangreiches und vorausschauendes Informationskonzept. Von Postwurfsendungen und Hausanschlägen über die persönliche Kontaktaufnahme vor Ort – wie sie etwa bei wöchentlichen Baucontainergesprächen bei der Baustelle „Südtiroler Platz“ für alle möglich ist – bis hin zu Informationsveranstaltungen, Presseaussendungen, Veröffentlichungen auf den jeweiligen Websites, Social Media-Kanälen und im monatlichen Amtsblatt „Innsbruck informiert“ sowie Umleitungsbeschilderungen und Baustellenabschlussfeste – die Stadt und ihre PartnerInnen setzen auf Auskunft und frühzeitige Bekanntmachung.

Mögliche Anregungen können BürgerInnen im Stadtmagistrat telefonisch mitteilen oder diese an 24 Stunden, 365 Tage im Jahr unter www.buergermeldungen.comanbringen. Unter www.innsbruck.gv.at → Baustellen steht außerdem ein Baustellenplan, der kontinuierlich aktualisiert wird, zum Abrufen bereit. (AA)

Kontakte

Stadt Innsbruck

Baustellenkoordinator Dr. Herbert Köfler

Telefon: +43 512 5360 3101

Herbert.Koefler@magibk.at

 

Baudirektor-Stellvertreter Dipl.-Ing. Dr. Walter Zimmeter (Amtsvorstand Tiefbau)
Telefon +43 512 5360 3112

post.tiefbau@innsbruck.gv.at

 

IKB

Ing. Mag. Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung)

Telefon: +43 512 502 7440

eckart.pichler@ikb.at

 

IVB

Mag.a Leila Djulic (Marketing)

Telefon: +43 512 5307 228

E-Mail: l.djulic@ivb.at

 

TIGAS

Mag.a Katharina Ötzbrugger (Marketing & Öffentlichkeitsarbeit)

Telefon: +43 512 581084 25025

katharina.oetzbrugger@tigas.at