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Ab 21. Dezember "freie Fahrt" in der Riedgasse
Ab 21. Dezember "freie Fahrt" in der Riedgasse

Generalsanierung der Riedgasse abgeschlossen

Straßenzug in Hötting mit 21. Dezember wieder befahrbar

Ab Freitag, 21. Dezember, heißt es „freie Fahrt“ in der Riedgasse. Nach fast drei Jahren – mit Unterbrechungen aufgrund von Winterpausen und der Rad-WM – sind die Bauarbeiten des Amtes für Tiefbau und der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) rechtzeitig vor Weihnachten beendet.

„Die Arbeiten in der Riedgasse haben in der Vergangenheit bei vielen Bürgerinnen und Bürgern gute Nerven, Verständnis und Geduld gefordert“, weiß Bürgermeister Georg Willi: „Vor allem die Anrainerinnen und Anrainer mussten teilweise Kompromisse eingehen – dieser Tatsache sind sich alle Projektbeteiligten bewusst. Deshalb gilt der Bevölkerung ein großer Dank.“

„Die Generalsanierung des Straßenzuges war unumgänglich, doch die damit verbundenen Unannehmlichkeiten lohnen sich. Die Riedgasse ist nun für die Herausforderungen der nächsten Jahre gerüstet und hält den Anforderungen der Stadtentwicklung stand“, erläutert die ressortzuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl: „Mein Dank richtet sich auch an alle Beteiligten, die stets darum bemüht waren, die Einschränkungen der Baustelle so gering wie möglich zu halten.“

Eine Baustelle, viele Beteiligte, einige Herausforderungen

Start der Generalsanierung war im Frühjahr 2016. Seither wurden die Arbeiten nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im unterirdischen Leitungsnetz realisiert. Während die IKB unterirdisch den Abwasserkanal erneuerte und das Stromnetz sanierte, gestaltete die Stadt anschließend an der Oberfläche die Straße mitsamt Straßenaufbau neu. Auch Leitungsumlegungen von TIGAS, UPC und A1 erfolgten im Zuge der Sanierung.

Aufgrund der Enge der Gasse konnten nicht alle Firmen in allen Bereichen gleichzeitig arbeiten. Dies erforderte eine enge Abstimmung zwischen den agierenden Projektbeteiligten. Zusätzliche private Baustellenvorhaben kamen als weitere Herausforderung zur Koordination hinzu.

„Für uns als IKB war es besonders wichtig, dass während der gesamten Bauzeit die durchgehende Versorgung der Anrainerinnen und Anrainer sichergestellt war. Wir haben Ersatzparkplätze organisiert und so gut wie möglich dafür gesorgt, dass Zu- und Ausfahrten zu den Häusern und Grundstücken für die Anrainerinnen und Anrainer möglich waren. Anrainerinnen und Anrainer wie auch Feuerwehr, Rettung und Polizei haben wir auch laufend über die Zufahrtsmöglichkeiten informiert bzw. aus welcher Richtung sie zufahren konnten“, erläutert IKB-Vorstandsvorsitzender DI Helmuth Müller.

Um gemeinsam den Abschluss der Bauarbeiten zu feiern luden Stadt Innsbruck und IKB die AnrainerInnen zum Baustellen-Abschlussfest ins Vereinsheim Hötting. Mit dabei waren neben Bürgermeister Georg Willi (l.), Stadträtin Uschi Schwarzl (M.), IKB-Vorstand Thomas Phüringer (2. v. l.) und IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller (r.) auch einige Baustellenverantwortliche.
Um gemeinsam den Abschluss der Bauarbeiten zu feiern luden Stadt Innsbruck und IKB die AnrainerInnen zum Baustellen-Abschlussfest ins Vereinsheim Hötting. Mit dabei waren neben Bürgermeister Georg Willi (l.), Stadträtin Uschi Schwarzl (M.), IKB-Vorstand Thomas Phüringer (2. v. l.) und IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller (r.) auch einige Baustellenverantwortliche.

Drei Jahre Bautätigkeit in Zahlen

Das Baugebiet umfasst für die IKB eine Länge von rund 700 Metern. In diesem Bereich verlegte die IKB 7.500 Meter Strom-Leerrohre und 5.700 Meter Stromkabel sowie 2.700 Meter Glasfaserkabel für das IKB-Internet. Zur sicheren Ableitung des Abwassers im stark wachsenden Umfeld der Riedgasse wurden seitens der IKB mehr als 700 Meter mit großen Kanalrohren und über 350 Meter mit kleineren Kanalrohren (Hausanschlüsse) verbaut. Hinzu kommen 40 Schächte und zwei weitere Kanal-Bauwerke. Auf einer Länge von 420 Metern wurde zudem Wasserleitungen errichtet. All diese Leitungen und Rohre wurden auf engstem Raum, in unterschiedlichen Tiefen (Kanal zwischen 3,5 und 5 Metern) vergraben.

Das städtische Tiefbauamt war für Straßenbauarbeiten für die Fahrbahn mit 3.200 Quadratmetern sowie den Gehweg mit 1.300 Quadratmetern verantwortlich. Außerdem wurden auf einer Länge von 675 Metern Randsteine erneuert und auf 550 Quadratmetern eine Pflasteroberfläche hergestellt. Neu gestaltet wurde auch die an den dortigen Spielplatz angrenzende Fläche in der Riedgasse, Hausnummer 1. Es entstand ein öffentlicher Platz samt Sitzflächen und Brunnen mit direktem Stiegenaufgang zur Spielfläche. Auch drei Winkelstützmauer, unter anderem in der Bäckerbühelgasse, wurden errichtet.

Ein Schwerpunkt in der Planung und Umsetzung in der Riedgasse war die Erhöhung der Sicherheit für FußgängerInnen. Dies geschah etwa durch die Verbreiterung des bestehenden Gehsteiges, die Verbesserung der Sichtverhältnisse in den Kreuzungsbereichen sowie die Vergrößerung der Aufstellfläche bei der Haltestelle „Bäckerbühelgasse“. (AA)